Freiwillige Jäger 1814

(Der beigefügte Ortsname ist Geburtsort)


  1. Leutnant Karl Ludwig Franz König, Bückeburg (geb. 1784, gest. 1852). Gerichtsschreiber und Chausseeinspektor in Stadthagen. Am 17. Januar 1814 nach Mainz ausmarschiert. Seit 1815 Amtsrentmeister in Blomberg.

  2. Sergeant Friedr. Ernst Holzapfel, Bückeburg. Post-Sekretär, 23 ½ Jahre alt, Sohn des Bürgermeisters, Postmeisters und Gastwirts Holzapfel in Bückeburg

  3. Oberjäger Karl Friedr. Wilhelm König, Bückeburg, 23 Jahre alt, Jurist

  4. Oberjäger Albrecht Stille, Bückeburg, 28 Jahre alt, Regierungs-Schreiber

  5. Hornist Friedrich Olthoff, Bückeburg, 21 Jahre alt. Stand vordem bei der Voltigeur-Kompagnie und war 1815 Diener beim Regierungspräsidenten von Berg.

  6. Hornist Georg Schaper, Bückeburg, 20 Jahre alt. Stand vordem bei der Voltigeur-Kompagnie

  7. Johann Heinrich Christian Hogrefe (Hohgrave), geb. 23. Oktober 1793 in Großenheidorn Nr. 29. Er wurde auf Veranlassung des Prof. Habicht (1808 bis 1839 Rektor des Gymnasiums in Bückeburg, Sohn des Amtmanns undt Justizrats Habicht daselbst, vormals Schmalkalden), der ihm ein glänzendes Zeugnis ausstellte, aus dem Lager vor Mainz entlassen, kehrte im Juni 1814 nach Bückeburg zurück, um dann in Göttingen Rechtskunde zu studieren. (Ein Advokat Georg Hogrefe wird im Schaumburg-Lippischen Kalender 1822 als Sekretär des Konsitoriums genannt.)

  8. Karl Wilhelm Murtfeld, Bückeburg, 18 Jahre alt, Schneider

  9. Wilhelm Bradtmöller, Bückeburg, 26 Jahre alt, Klempner

  10. Fr. Heinr. Konr. Adolf Rabe, Istrup, Amt Blomberg, 22 Jahre alt. Herrschaftlicher Jäger aus Baum bei dem Oberförster Falkmann. Später Hofjäger.

  11. Ferdinand Franke, Forsthaus Harrl bei Bückeburg, 22 Jahre alt. Jäger zu Brandshof.

  12. Heinr. Friedr. Vogt, Weserlingen, 18 Jahre alt. Schreiber am Amte Bückeburg.

  13. Anton Friedrich Metz, Bückeburg, 18 ½ Jahre alt. Gärtner, jüngster Sohn des Hofgärtners Metz.

  14. Staats Harste, Steinhude Nr. 110, 24 Jahre alt. Schmied. Vordem schon mehrere Jahre Soldat und 1814 zum Ausmarsch kommandiert

  15. Ernst Gülker (Jülicher), Südhorsten Nr. 14, 22 Jahre alt. Bergmann.

  16. Joh. Heinrich Gottl. Gülker, Kirchhorsten Nr. 5, 21 Jahre alt. Bergmann.

  17. Karl Ernst Wilhelm Bolte, Südhorsten Nr. 8, 24 Jahre alt. Bermann.

  18. Karl Wilh. Röbke, Meinefeld, 20 Jahre alt. Jäger bei Förster Garthe.

  19. Peter Wilhelm Knötge, Zorn am Taunus (im niederen Teil der damaligen Graffschaft Katzenelnbogen), 38 Jahre alt. Bei Oberforstmeister v. Kaas in Stellung.

  20. Karl Heinrich Heumann, Sülbeck Nr. 26, 20 Jahre alt. Bergmann. Teilnehmer an dem Sturm auf Montmedy 1815.

  21. Joh. Christian Gottl. Struckmann, Beeke Nr. 11, 19 Jahre alt. Bergmann.

  22. Karl Ehrhardt, Eschwege, 17 Jahre alt. Jäger beim Förster Crenzinger zu Brandshof. Ehrhardt war ein Großsohn des verstorbenen Kammerdieners Schinkel.

  23. Ernst Konrad Fauth, Wendthagen Nr. 26, 21 Jahre alt. Jäger. Teilnehmer an dem Zuge nach Magdeburg 1813.

  24. Ludwig Bolte, Gelldorf Nr. 21, 18 Jahre alt. Bergmann.

  25. Ernst Wilkening, Niedernwöhren Nr. 59, 23 Jahre alt. Tischler.

  26. Friedr. Christian Lampe, Wendthagen Nr. 20, 20 Jahre alt. Bergmann.

  27. Friedrich Wilhelm Dammann, Aschersleben, 27 Jahre alt. Kandidat bei der Theologie. Hielt sich seit 1 ½ Jahren als französischer Sprachlehrer in Stadthagen auf. Nach dem Kriege wurde er als Sekretär des Kommandanten Theudt in Stadthagen angestellt. Als Teudt 1818 nach Lauenhagen versetzt wurde und die Kommandantur aufhörte, wurde Dammann vom 1 März d. J. Ab mit 15 Rtl. Pension verabschiedet.

  28. Philipp Ludwig Reiche, Bückeburg, 15 Jahre alt, Sohn des vormaligen Bückeburger Reb.-Rats Reiche. Nahm noch 1814 seinen Abschied, um in osterreichischen Militärdienst zu treten, wurde hier Oberleutnant im Pionier-Korps und war 1833 Kommandant der k. k. 6. Pionier-Kompagnie in Kaiser-Ebersdorf bei Wien. Im September 1874 suchte er als Oberst (er schreibt sich Philipp Reiche v. Thuerecht) aus Mödritz bei Brünn nochmals um Verleihung der am 1 März 1832 erhaltenen fürstlichen Tapferkeits-Medaille nach, deren Annahme und Anlegung ihm damals in Österreich nicht erlaubt worden war. Das Dekret über die ihm als freiwilliger Jäger verliehene „Medaille 1814“ hatte ihm seine Mutter H. Lübke in Bückeburg 1817 übermittelt.

  29. Friedrich Wallbaum, Südhorsten Nr. 17, 19 Jahre alt, Bermann.

  30. Friedrich Lohrmann, Harrl, 21 Jahre alt, Drechsler

In Oppenheim stieß als freiwilliger Jäger zur Truppe der Gartenkunstbeflissene Friedrich Grote, Stiefsohn des Hofgärtners Rebelsiek in Bückeburg und Mündel des Hofrats Dr. Faust daselbst. Letzterer erwirkte am 27. Mai 1814 durch ein Gesuch an den Fürsten die Entlassung seines Mündels zum Zwecke des Studiums der Botanik in Göttingen.



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