Bergkirchen


St. Katharinen Kirche



Ihren Namen bekam die Kirche von der heiligen Katharina von Alexandrien. Diese widersetzte sich dem heidnischen römischen Kaiser Maxentius, als er ihr befahl, seinen Göttern ein Opfer zu bringen. Weil sie sich nicht von ihrem christlichen Glauben abwenden wollte, wurde sie letztendlich enthauptet.

Zisterzienser aus Loccum erbauten an Stelle einer Fachwerkkapelle die St.-Katharinen Kirche im 12. Jahrhundert und in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im romanischen Stil mit frühgotischen Elementen.

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) wurden von den raubgierigen Landsknechten des Feldherrn Tillys die Kirchenbücher und andere wichtige Schriften vernichtet. Aus der Pfarre und der Kirche wurden alle Bücher und Schriften verschleppt, um sie zu verbrennen. Nur sehr wenig konnte der damalige Pastor H. Johann Schade retten, so zum Beispiel das Kirchen-Rechnungsbuch für die Jahre 1620 bis 1648.

Die St.-Katharinen Kirche hat eine reiche Ausstattung. Über dem Altar befindet sich eine Orgel mit reichem, geschnitzen Putti- und Girlandenschmuck, datiert 1716. Die Kanzel wurde 1681/82 von Johan Dreyer, einem Schnitzer aus Meerbeck, gefertigt. Die Sandsteintaufe stammt aus der Zeit um 1570.

1990 wurden Schäden am Mauerwerk und am Dach festgestellt. Nach einer umfangreichen Außen- und Innensanierung kann man sagen, daß diese historisch wertvolle, weit über das Land sichtbare Kirche gerettet worden ist.

Der neben der Kirche liegende Pfarrhof, in dem einst die Pastoren lebten, dient heute der Landeskirche als evangelische Bildungs- und Tagesstätte.



Die Brautstühle in der St.Katharinen-Kirche



Kirchenbücher:

Heiraten, Taufen, Beerdigungen ab 1648



Kirchspiel:

Bergkirchen, Wölpinghausen, Wiedenbrügge, Schmalenbruch, Buschmanns Landwehr, Berghol, Spießingshol und Windhorn. Weiterhin Winzlar, Düdinghausen und Auhagen





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